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‘Gottschalk live’ nervig amerikanisch

vom 23. Januar 2012, von Oliver Heim
2 Kommentare

Gerade eben lief in der ARD die erste Ausgabe von “Gottschalk live“. In der 30-minütigen Sendung ab 19:20 Uhr soll über tagesaktuelle Themen ebenso gesprochen werden so wie mit interessanten Gästen. Zur ersten Sendung war Michael Bully Herbig eingeladen. Die Studio-Kulisse ist einladend gestaltet und Thomas Gottschalk ist locker wie immer. Doch etwas nervt gewaltig: die Sendung wird gefühlte 10 Mal unterbrochen, um Werbung unterzubringen.

Es werden drei Sätze gesprochen. Kaum ist ein Gedanke ausgetauscht, schon wird wieder die Pausenmelodie eingeblendet. Die Sendung ist wieder unterbrochen. Mal sind es nur 30 Sekunden, ein anderes mal 60 Sekunden. Ein vernünftiges Gespräch ist unter diesen Bedingungen kaum machbar. Und zum Zuschauen lohnen sich die 30 Minuten in diesem Fall ebenfalls nicht.
Die Werbung steht – gefühlt – eindeutig im Vordergrund. Man könnte auch behaupten, dass die Werbung ständig durch einen überflüssigen Talk unterbrochen wird.

Wenn diese Sendung dauerhaft einen Erfolg haben soll, muss die Anzahl der Werbeblöcke massiv reduziert werden. Denn als Zuschauer schaut man sich die Sendung wegen der interessanten Gäste oder Themen, und nicht wegen der gut gemachten Werbung. Es kann natürlich auch sein, dass man bewusst so viel Werbung schalten muss, um die hohen Personalkosten (unter anderem für Gottschalks Gage) begleichen zu können. Dies wäre richtig typisch amerikanisch. Um wahrgenommen zu werden, braucht man einen berühmten Kopf. Diese berühmte Persönlichkeit kostet aber viel Geld, also muss man viel Werbung einblenden. Die ganze Perversität wird noch übertrumpft durch die Gebührenfinanzierung der öffentlich-rechtlichen ARD. Glückwunsch!

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Leserkommentare

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  • volle zustimmung.die werbung geht ma garnicht!
    ausserdem muss die sendung interaktiver werden.
    eine einzige frage die über twitter (?) kam reicht nich.
    aber es war die erste sendung…ich gebe dem format noch etwas zeit.ich hoffe es wird besser.potential hat es jedenfalls.es muss nur genutzt und vernünftig umgesetzt werden.
    der start war auf jedenfalll schrecklich.und wenn es so bleibt,wird diese sendung gnadelos floppen.

    mfg

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