Der Energiesparlampen-Irrsinn

Das EU-Parlament möchte 2012 alle Glühbirnen bis 40 Watt vom Markt verbannen.  Alle EU-Bürger sollen damit zu den Weltmeistern des Energiesparens werden. Doch bringt das überhaupt was?

Die Industrie (inkl. Handel und Gewerbe) verbrauchen 50 Prozent des ganzen Stromaufkommens. Hier denkt keiner ans Energiesparen. Hingegen sollen in allen Haushalten, Behörden und Geschäften die gewöhnlichen Glühbirnen verschwinden. Ob da bei der EU mal jemand genau nachgerechnet hat, wie viel Strom damit überhaupt eingespart werden kann? Und wer darf den ganzen Zirkus finanzieren? Natürlich der Verbraucher selbst. Es ist ja nicht so, dass solche Kompaktleuchtstofflampen gleich günstig sind wie Glühbirnen. Die Energieeinsparung steht dabei außer Frage. Hier sind die Kompaktleuchtstofflampen klar im Vorteil. Dafür kosten sie auch ein Vielfaches mehr.

Ein weiterer Nachteil bleibt bei der ganzen Diskussion relativ unerwähnt. Die Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Daher dürfen diese Lampen nach ihrem (Lebens)-Ende auch nicht in den gewöhnlichen Hausmüll geworfen werden. Ich frage mich ernsthaft, ob in allen europäischen Ländern der Umweltschutz genauso streng gehandhabt wird wie in Deutschland. Und sind bspw. die Italiener genau so pflichtbewusste Mülltrenner wie die Deutschen? Ich bezweifle dies stark. Daher kann davon ausgegangen werden, dass wir in den nächsten Jahren ein massives Quecksilberproblem auf den internationalen Müllkippen bekommen werden. Dafür haben wir wenigstens „ordentlich“ Strom gespart. Welch Ironie.

Und ob sich die Lampenindustrie ebenso kleinlaut geschlagen geben wird, steht auch noch in den Sternen. Es werden bis 2012 nur die Glühlampen bis 40 Watt verboten. Was ist, wenn die Industrie neue Lampenmodelle mit bspw. fünf Fassungen für je 40-Watt-Glühbirnen entwickeln wird? Damit hätte eine solche Lampe insgesamt 200 Watt und damit einen eventuell genau so hohen Stromverbrauch wie ein altes Modell. Und vielleicht kommen zukünftig vermehrt Halogenlampen auf den Markt. Deren Lichtausbeute ist zwar im Vergleich zu einer Glühbirne höher, dafür wird diese Lampenart vorzugsweise als Spot verwendet. Für eine vollflächige Ausleuchtung benötigt man damit wieder mehr Halogenlampen und hat effektiv kein einziges Watt Strom gespart.

Die EU-Verordnung zur Verbannung der Glühbirnen ist undurchdachte Politik der allerfeinsten Art. Profitieren werden davon in aller erster Linie die Produzenten der Kompaktleuchstofflampen – vorzugsweise Osram und Philips. Und das Umweltproblem durch das in den Lampen enthaltene Quecksilber wird wohl erst dann gelöst, wenn Millionen dieser Energiesparlampen im Umlauf sind.

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2 Antworten zu Der Energiesparlampen-Irrsinn

  1. anonym 10. Dezember 2008 um 10:16 #

    Das Quecksilber-Problem wird nur verlagert und sogar ein wenig eingeschränkt. Beim normalen Strommix wird durch den Mehrverbrauch an Strom insgesamt mehr Quecksilber freigesetzt.
    Bei den ESL hat man zudem noch die Chance sie zu trennen. In dem Punkt gebe ich dir aber recht: Hier wird das schon zu wenig gemacht, in anderen Ländern aber mit Sicherheit erst recht. 🙁

  2. ParadiseOnEarth 27. Juli 2009 um 06:06 #

    Noch was anderes:

    GEGEN den „Strom“:
    Vorsicht Gift: die EU-„Spar“lampe

    Aus ganzheitsmedizinischer Sicht käme das Verbot der Verwendung von Glühlampen einer staatlich verordneten Körperverletzung gleich, solange kein gleichwertiges Leuchtmittel zur Verfügung steht.
    Die Glühlampe ist aus einer Vielzahl von Gründen ein ideales Leuchtmittel – jetzt aber steht ihr Verbot zur Diskussion. Australien war in diesem Bestreben nur Vorreiter, andere Staaten wie z.B. die USA und auch die Europäische Union geben mittlerweile ein strenges Tempo vor: Wenn es nach der EU geht, soll der Standard-Glühlampe ab 2009 die CE-Kennzeichnung entzogen werden, womit der Verkauf ungesetzlich werden würde. Dabei ist eine solche Entscheidung nicht nur umwelt- und energiepolitisch, sondern auch gesundheitspolitisch zu sehen: gutes Licht ist Leben, schlechtes Licht hingegen kann krank machen – schwer krank sogar.

    Wenn Kunstlicht eine Farbtemperatur aufweist, die der Farbtemperatur der Sonne entspricht, übt es über das Auge vermittelt einen erheblichen Einfluss auf das Hormonsystem des Menschen aus. Diese hormonellen Anpassungsreaktionen sind eine Belastung für den Organismus im Sinne einer Fehlanpassung. Glühlampenlicht hat eine neutrale Wirkung auf das Hormonsystem, weil es nur sehr wenig kurzwellige Strahlung, also Blau, Indigo und Violett enthält.

    Alexander Wunsch, Lichtmediziner und Präsident der International Light Association (ILA) macht aus ganzheitsmedizinischer Sicht deutlich, welcher Schaden durch das Abschaffen der bisherigen Glühlampe medizinisch, ökologisch und wirtschaftlich angerichtet wird – entgegen aller Propaganda für die sogenannte „Energiesparlampe“.

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