Der Klimawandel – politisch und meteorologisch

Unser Klima bot schon seit Menschengedenken Anlass für Beobachtungen. Früher, ohne genaue Messgeräte, hat man sich Bauernregeln ausgedacht, um das Wetter zu beschreiben. In neuerer Zeit und mit Hilfe von Barometer und Thermometer lassen sich die Wetterdaten exakt bemessen und niederschreiben. Die ersten fundierten Klimadaten stammen aus dem mittleren 19. Jahrhundert. Dies bedeutet, dass erst für ca. 150 Jahre mehr oder minder exakte meteorologische Daten vorliegen. Nun kam man zwar durch Erdkernbohrungen auf vorherige Klimaveränderungen Rückschlüsse ziehen, doch für Klimaschätzungen der Zukunft sind dies auch nur Hilfskonstrukte.

Der Mensch ist an den Veränderungen des Klimas der Neuzeit schuld. Durch Abgase, Brandrodungen und den zunehmenden Verbrauch von fossilen Energieträgern steigen die Temperaturen unaufhörlich. Laut Klimaexperten ist daran einzig und allein die Menschheit schuld.
Nun, ich streite nicht ab, dass der Mensch hierfür eine große Mitschuld trifft. Doch was die Klimaexperten an Modellen für die Zukunft errechnen, grenzt teilweise stark an Kartenlegen oder einem Blick in die Kristallkugel.

Möchte man nun per Computermodell eine Klimasimulation für die Zukunft berechnen, so wird es schwierig bis unmöglich, dies möglichst fundiert zu tun. Es stellen sich mehrere Probleme:
– Woher nimmt man exakte Daten aus der Vergangenheit, die einen möglichst langen Zeitraum abdecken?
–  Welche Faktoren lässt man mit einfließen und bis zu welchen Grad (u.a. Wolken, Winde, Oberflächenveränderungen, Metropolenbildungen, Luftverkehr, Waldbrände, etc.)?
– Wie klein bzw. groß lässt man die Raster zur Berechnung werden?

Ein realistisches und möglichst exaktes Klimamodell für die gesamte Erde entwerfen und berechnen zu lassen, ist streng genommen nicht möglich. Wählt man ein möglichst kleines Raster und möglichst feine Unterschiede heraus rechnen zu können, steigt die Berechnungsdauer exponentiell. Vergrößert man hingegen das Raster, verkürzt dies die Rechenzeit; allerdings wird dabei das Klimamodell ungenau und streng genommen unbrauchbar.
Die Einflussfaktoren sind ebenso ein nicht kontrollier- und exakt erfassbarer Bereich. Beispielsweise haben Waldbrände und die dabei entstehenden Rauchschwaden einen nicht unerheblichen Einfluss auf das lokale Klima. Für die Zukunft lassen sich Waldbrände allerdings ebenso wenig voraus sagen wie Winde oder Veränderungen in der Geophysik.

Schlussendlich ist aber auch stets eine politisch motivierte Vorhersage des Klimas. Möchte man sich per Staatspolitik als „Umweltpapst“ outen und über die politische Bühne die umwelttechnischen Vorzüge der inländischen Industrie in den Vordergrund stellen – siehe Solarenergie oder ähnliches – wird man natürlich Klimamodelle bevorzugen, welche einen Anstieg der Erdtemperatur hervorsagen und den Einsatz von umweltfreundlichen Techniken befürworten bzw. fordern. Und auch bei Klimaberechnungen gilt der Leitsatz: traue keiner Statistik, welche Du nicht selbst gefälscht hast.

Und so zeigt sich, dass selbst die teuersten und scheinbar exaktesten Klimaberechnungen nur das Material wert sind, auf welchem sie gespeichert wurde.
So ist unlängst heraus gefunden worden, dass der Temperaturanstieg in den nächsten 10 Jahren eine Pause einlegen wird;obwohl dies infrüheren Modellen stets anders berechnet wurde.
Die Temperatur ist in/auf der Antarktis sogar leicht gefallen – wenn auch nur im Promillebereich. Das Ozonloch schrumpft zweitweise und in Gebieten Afrikas fällt plötzlich mehr Regen als die Jahre zuvor.

Das Klima ist meiner Meinung nach zu komplex, um es in „simple“ Formeln zu packen. Und Klimamodelle für die Zukunft taugen ebenfalls nicht viel, da sie nur eine wage Prognose abliefern können. Doch selbst diese Prognosen können sich als falsch heraus stellen. Sieht man es von der sportlichen Seite, kann man sagen, dass jene Staaten davon profitieren werden, welche in der Umwelttechnik fit sind. Da gehört in forderster Front Deutschland mit dazu.  Unserer Industrie kann es daher nur recht sein, dass die globale Diskussion sich ständig um das Thema Klima(wandel) dreht.

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Eine Antwort zu Der Klimawandel – politisch und meteorologisch

  1. Anonymous 21. Januar 2009 um 08:09 #

    [ ] Du kennst Dich aus.

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