Wir brauchen den Klimawandel …

… wegen dem Schneechaos.

Leute, was ist los in Deutschland? Kaum fallen hier und da mal ein paar Zentimenter Schnee, versinkt das Land im Chaos. Die Menschen frieren sich „zu tode“, weil das Thermometer mal -10°C anzeigt. Und das Volk gerät in Panik, weil man Versorgungslücken erwartet. Selbst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät den Bürgern, kleine Hamsterkäufe zu tätigen. Denn Das Tief „Daisy“ bringt uns einen Winter, wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten. Erwarten wir eine Sintflut im Ausmaße der Bibelerzählung oder „nur“ einen Schneeblizzard? Man wird das Gefühl nicht los, das Volk und im Besonderen die Medien suchen den finalen Niedergang des Landes – versunken in meterhohen Schneemassen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt von Alkohol (-114,4 °C).

Sind wir alle über die Jahrzehnte zu mediterranen Weicheiern geworden, dass wir nur noch klar denken können, wenn die Lufttemperatur die Nullgradgrenze überstiegen hat? Sind Schneehöhen von 30 cm nur noch etwas für alpine Hardliner? Winterreifen sind zudem eh nur etwas für die Freaks, die gern mal mit Tempo 200 über die Autobahn preschen wollen. Und unsere Energieversorger kennen den Winter auch nur noch von großelterlichen Erzählungen. Dass Strommasten unter der Last von ein paar Zentimeter Schnee in sich zusammen stürzen, ist nur auf Planungsfehler zurück zu führen. Es handelt sich dabei nicht um ein Phänomen, welches man im Voraus hätte nicht abschätzen können.
Dass hier und da mal ein Zug auf offener Strecke liegen bleibt oder Straßen zuwehen, kann man noch recht einfach verstehen. Auch dass dem europäischen Homo sapiens die tiefen Temperaturen nicht sonderlich zusagen, ist verständlich. Doch bei aller Panik ums Wetter: es ist nur ein bisschen Winter.

Diesem ungemütlichen Zustand kann man nur entgegnen, in dem man den Klimawandel noch schneller beschleunigt. Wir brauchen auch im Winter Temperaturen von mindestens 0 °C (oder höher). Schneefall ist auch ganz schlecht. Aber Schnee fällt bekanntlich auch erst bei einer Feuchttemperatur von unter 0 °C. Das ist auch viel besser für die Umwelt und für die Wirtschaft. Wir brauchen nicht mehr tonnenweise Salz auf die Straßen werfen. Die Autofahrer müssen sich keine Gedanken mehr über den Reifenwechsel machen. Wir müssen weniger heizen und verbrauchen damit weniger Strom, Öl oder Gas. Die Menschen kommen wieder pünktlich und stressfrei zur Arbeit und die Unternehmen freuen sich, weil die fahrenden Lager – auch LKW genannt – ohen Hindernisse beim Auftraggeber ankommen.

Nur eine Branche wird ein solchen milden Winter hassen: die Journalisten. Denn denen fehlen dann die reißerischen Schlagzeilen, wenn Deutschland mal wieder im Schneechaos versinkt. Wobei die Journalisten dann ein neues Thema hätten: „Hilfe, der Winter fällt wegen dem Klimawandel aus.“ Wie es der Winter uns macht, nie macht es der Wettergott richtig.

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