Wenn Veganer den Tieren ein menschliches Bewusstsein geben

Der Mensch isst bereits seit Jahrtausenden das Fleisch von Tieren. Es ist nahrhaft, energiereich und eine willkommene Abwechslung zu Pflanzen. Bis die Tierschützer das Feld betraten, und von kriminellen Zuständen berichteten. Angefangen von Antibiotika im Fleisch bis hin zur massenhaften Tierquälerei.

Auf Fleisch und Tierprodukte kann man verzichten. Auch kann man darauf verzichten, Gemüse zu kochen. Mit dieser Zubereitungsweise bleiben noch mehr Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Der menschliche Organismus verträgt die pflanzliche Rohkost allerdings nicht so gut wie tierische Produkte im gegaarten Zustand. Der menschliche Darm ist leider etwas zu kurz geraten für eine ordentliche Verdauung, daher benötigen wir schnell Verdauliches.

Fleisch hat zudem den unschlagbaren Vorteil, dass in ihm eine enorme Menge an Eiweiß und damit an verwertbarer Energie steckt. Wer körperlich hart arbeitet, weiß den Energiespender Fleisch zu schätzen. Auch bei Kraftsportlern wachsen die Muskeln nicht vom Verzehr eines Salattellers. Die Eiweißalternativen sind meist wenig attraktiv. Auch Protein-Shakes sind auf Dauer sehr eintönig.

Radikalismus-Veganer

Ein Zwischending gibt es für die wenigsten Vegetarier beziehungsweise unter den Fleischverweigerer. Entweder schwört man sich komplett von tierischer Nahrung ab, oder man gilt weiterhin als Tierquäler. Ein bisschen Fleisch und Milch, ein paar Eier oder ein bisschen Honig? Für die meisten gibt es dazu keine Diskussion. Es gibt keinen Trend zum Vegetarismus, es gibt einen erkennbaren Trend zum reinen Veganer.

Diese Entwicklung bringt Vor- und Nachteile mit sich. Zum einen ist sie ein klares Bekenntnis zum Tier als Lebewesen. Zum anderen birgt sie wegen ihrer Radikalität auch eine Menge Konfliktstoff. Dies reicht vom einfachen Belehren der Fleischesser bis hin zum militanten Kampf gegen Tierfarmen. Manches davon ist nachvollziehbar, anderes jedoch übersteigt jedoch die Grenzen der Legalität massivst.

Man kann darüber streiten ob es der Publicity zum Thema Tierquälerei dienlich ist, wenn man dazu einen Einbruch begeht und das Hausrecht bricht. Ein dabei gedrehtes Video sorgt sicherlich für mehr Aufsehen als eine öde Diskussion mit Politikern. Doch der Zweck heiligt nicht immer die Mittel. Schlussendlich müssen klare Gesetze und Vorschriften dafür sorgen, dass ein Tier – selbst in einer Mast – unter würdigen Bedingungen aufwachsen kann.

Tiere mit menschlichem Bewusstsein

Wenn es um die Würde des Tieres geht,verlieren manche (menschlichen) Zeitgenossen gern mal die Bodenhaftung. Dazu ein passender Auszug einer Veganerin aus einer TV-Reportage („jung.radikal“, 37 Grad, ZDF):

.. diese kleinen Kälbchen zu sehen, die direkt nach ihrer Geburt ihrer Mutter entrissen werden. Wenn wir Menschen da reingehen, komplett ohne Mitgefühl. […] Wenn man an Mütter denkt, die neun Monate ihr Kind austragen und es ihnen direkt weggenommen wird. Das ist der gleiche Schmerz, den eine menschliche Mutter auch fühlt.

Sich Gedanken über eine tiergerechte Haltung zu machen, ist das eine. Mitgefühl und Empathie zu zeigen, ist das andere. Und dabei wird schnell eine logische Grenze überschritten, welche man sich zuvor geschaffen hat: der Mensch, der Kannibale unter den Tieren.

Wir essen uns nicht gegenseitig auf, weil wir dies aus eigenem Antrieb für verwerflich und unmenschlich halten. Bei Tieren haben wir diesen Skrupel nicht, da wir sie als Nutztiere betrachten. Außer es handelt sich um einen Hausbewohner wie Katze, Hund oder Hamster. Die wandern – in der Regel – nicht in den Kochtopf. Anders verhält es sich bei Schwein und Hase; für die einen mehr Schlachtvieh, für die anderen eher Haustier.

Es ist grotesk, mit welch menschlicher Denkweise manche die Gefühle von Tieren interpretieren. Kühe bilden keine Betroffenheitsgruppe und „unterhalten“ sich auch nicht über den plötzlichen Verlust ihres neugeborenen Kalbes. Auch Vögel bilden keinen Sitzkreis, wenn ein ausgebrütetes Ei durch einen Fressfeind gestohlen wird. Es gibt einen evolutionsbedingten Unterschied zwischen Mensch unter Tier. Und der liegt nicht nur darin, dass die beiden Gruppen unterschiedliche Sprachen „sprechen“.

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