Steinmeier als Kanzlerkandidat der SPD

Der NDR vermeldet, Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl in 2009 werden. Kurt Beck, Parteichef der SPD, begrüßt nach Angaben des NDR die vorzeitige Wahl und stärkt damit Außenminister Steinmeier den Rücken. Auch Ex-Kanzler Gerhard befürwortet den Vorentscheid für Frank-Walter Steinmeier. Die endgültige Entscheidung, wer zum Kanzlerkandidaten der SPD gekürt werden soll, möchte Kurt Beck nach der Sommerpause bekannt geben.

Frank-Walter Steinmeier – das beste Pferd im Stall?
Die SPD hat derzeit ein Personalproblem. „Kurti“ Beck, der natürlich wirkende Kumpeltyp, taugt nicht wirklich als Kanzler und somit auch nicht als Kandidat auf diesen Posten. Peer Steinbrück, Bundesminister der Finanzen, zeigt Professionalität aber wenig Kanzlerstärke. Sigmar Gabriel und Olaf Scholz sind eher als Pausenfüller mit Unterhaltungswert anzusehen. Ulla Schmidt wird an der nächsten Entzündung im Gesundheitswesen selbst erkranken. Wolfgang Tiefensee ist mehr der Planer aus der zweiten Reihe. Und die beiden Frauen im SPD-Kabinett, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Brigitte Zypries, sehen kompetent aus aber als Kanzlerkandidat nicht vorstellbar.
Da bleibt nur noch Außenminister Steinmeier. Ein bieder wirkender Chef mit grau-meliertem Haar. Freundlich lächelnd aber stets mit einem eher neutral wirkenden Blick. Nicht links und auch nicht rechts einzuordnen. Er leistet sich weder Patzer noch sonderliche Herausforderungen, welche gerühmt werden könnten. Als derzeitiger Vizekanzler ist er zwar nahe dran am zukünftigen Arbeitsplatz, aber eben momentan nur auf dem Papier.

Bieder und ohne Kanten und Ecken.
Ich hoffe nicht, dass wir eine solche Person als Kanzlerkandidaten benötigen. Doch wenn ich mir die Mehrheit der Deutschen so einschätze, sind wir im Innersten ein Volk von Biedermännern. Da wirkt es geradezu grotesk und irgendwie weltfremd, wenn man sich den derzeitigen Siegeszug von Barack Obama in den USA anschaut. Charismatisch und mit einem dezent Hauch eines Messias „predigt“ der dunkelhäutige Obama eine bessere Zukunft für die USA. Soweit wird es bei Frank-Walter Steinmeier wohl nicht kommen. Bei ihm dürfen wir uns eher auf langweiliges Vergleichen mit der politischen Konkurrenz einstellen und auf Ansprachen zu Änderungen an Hartz-IV oder dem Gesundheitssystem.

Steinmeier ist kein Typ für eine vor Emotionen sprühende Kampfansage gegen die anderen Parteien. Steinmeier ist der langweilige Minister von nebenan, der lieber einer Konfrontation aus dem Weg geht, als die Herausforderung zu suchen. Die SPD taumelt damit weiter im Mittelmaß der Bedeutungslosigkeit.

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