Die Gier nach Geld führt Börsen in die Spekulationsblase

Es mag etwas absonderlich klingen, doch Geld lässt sich nicht vermehren. Rein virtuell gesehen ist dies durchaus machbar. Doch in der Gesamtsumme (aller Landeswährungen) bleibt das Volumen an frei nutzbarem Geld immer gleich; außer die Notenbanken schießen mehr Geld in der Markt ein. Um also persönlich an mehr Geld zu gelangen, muss man es an anderer Stelle abzweigen, umbuchen, transferieren. Auch kann man mit Scheinbuchungen so tun, als hätte man auf der einen Seite plötzlich mehr Geld zur Verfügung.
Derzeit fallen die internationalen Börsen reihenweise ins Minus. Die fünft größte Bank der USA, Bear Stearns wird verkauft an JPMorgan, zu einem wahrlichen Schnäppchenpreis. Lehman Brothers, ebenfalls eine der ganz großen Investmentbanken gerät ins Strudeln, weil man sich verspekuliert hat. Fast schon vergessen ist der milliardenschwere „Ausrutscher“ der Societe Generale. Hier wurden annähernd fünf Milliarden Euro verspekuliert; und dabei soll dieses „Spiel“ der Führungsetage nicht bekannt gewesen sein. Auch deutsche Banken geraten mit in den Strudel der Spekulationsblase. Fast alle Landesbanken, vorneweg die Bayerische Landesbank (BayernLB) mit ca. drei Milliarden Euro und die Westdeutsche Landesbank (WestLB) mit rund einer Milliarde Euro Verlust, zeigen die momentane Schwäche am Finanzmarkt.
Wenn die Gier nach noch mehr Geld und zu noch höheren Profiten zum Problem wird, entstehen solch hässliche Spekulationsblasen, wie wir sie derzeit erleben. Der Kapitalismus ist ein wunderbares Werkzeug, um Profite zu steigern. Doch anscheinend gibt es genügend machtbesessene Kapitalfürsten, welche von Jahr zu Jahr zu immer höheren Renditen hecheln; wohlwissend, dass diese Steigerungen nicht auf Dauer zu halten sind. Doch aus „Rücksicht“ auf die geldgeile Schaar der Anleger, wird jährlich das gleiche Märchen erzählt. Am Schluss crasht der ganze Lügenhjaufen in sich zusammen. Turbokapitalismus war und wird nie das Uultima Ratio sein.
Fast schon frech erscheint da der Hilferuf von Herr Ackermann (Deutsche Bank). Er fordert die Zentralbanken zum Schnellen Handeln auf. Jawohl Herr Ackermann, über Jahre dicke Rendite einfahren, nur beim Abstieg darf der Staat helfen.

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