Sportlet wird zum Out-let

Ein neuer Trend eroberte vor knapp zwei Jahren das Internet: Eintages-Aktionen oder auch Live-Shop genannt. Auf diversen Portalen (z.B. Guut oder Preisbock). Die Vorgabe dieser Portale ist: jeden Tag ein Produkt. Mittlerweile sind auch die ersten „Opfer“ zu beklagen. So schloß vor wenigen Tagen das erste Portal dieser Art: Schutzgeld hat für immer Verkaufsseiten geschlossen. Noch so ein sterbender Shop ist Sportlet aus München.

Der Vorteil der anderen Shops war und ist, dass sie Produkte aus allen Bereichen anbieten. So ist es für den Besucher nicht vorhersehbar, welches Schnäppchen morgen zu erwarten ist. Zudem ist somit die Auswahl (für den Einkauf) bedeutend größer. Bei Sportlet hat man sich einzig und allein dem Sportsektor verschrieben. Von Sportkleidung über Schuhe und Sportausrüstung wird dort alles angeboten, was dem sportlichen Menschen ein Schnäppchen wert sein könnte.
Doch offensichtlich sind die besten Zeiten von Sportlet gezählt. Seit etlicher Zeit gibt es nur noch Wundertüten zu kaufen. Beispielsweise wird zu einer Adidas-Wundertüte geschrieben, dass man irgendwelche Schuhe bekommt. Was man für die 29,95 Euro bekommt, sieht man allerdings erst, wenn der Postbote das Paket abliefert. Der Verbraucher steht allerdings nicht auf Überraschungen. Und mit Wundertüten am laufenden Band lockt man auch keine neuen Besucher an – ganz zu schweigen von den Stammkunden.

Sportlet verkommt zum drittklassigen Outlet-Laden für „Ramschware“. Wer als Kunde nicht weiß, was er später bekommen wird, wird diesen Onlineshop erst recht meiden. Sterben auf Raten nennt sich dieses Phänomen. Statt Sportlet lieber gleich heute zu schließen, hat man sich hingegen dafür entschlossen, bis zum bitteren Ende Überraschungspakete zu verkaufen.

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Eine Antwort zu Sportlet wird zum Out-let

  1. Simon 1. April 2009 um 20:01 #

    Naja der Betreiber von Sportlet ist seit Ende 2008 insolvent, von daher dürfte es wohl nur noch darum gehen zu gucken ob man die Marke irgendwohin verkaufen kann um dem Insolvenzverwalter noch den ein oder anderen Euro einzubringen.

    Aber die wirklich guten Angebote gab es eh schon länger nicht mehr.

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