Kriegsspiele im Afghanistan – das Taliban Revival

Es könnte für die aktuelle US-Regierung unter Goerge W. Bush derzeit nicht besser laufen. Lange genug stand der Großherr der Kriegsspiele im Visier der Kriegsgegner. Sie haben ihm selbstherrliche Entscheidungen vorgeworfen und sehen den Krieg im Irak und Afghanistan als reine Besitzmarkierung für die vielen Ölquellen. Viele Tausende US-Soldaten haben bereits im Leben lassen müssen bei den Kriegen im nahen Osten. Doch offensichtlich ist die Gier nach Öl größer als ein paar tausend zurückgebliebene Menschenleben.

Doch pünktlich zum Ende der Amtszeit des amtierenden US-Präsidenten G.W. Bush kommt eine erschreckende Nachricht aus dem afghanischen Kriegsgebiet. John Craddock, Europas Nato-Oberbefehlshaber meldet, dass die Zahl der Zusammenstöße zwischen Taliban un den Nato-Schutztruppen ISAF seit Frühjahr diesen Jahres um 41 Prozent angestiegen seinen. Die US-Regierung nutzt geschickt den entfernten US-General aus Europa zur Verkündung der Meldung, um den Fokus nicht zu sehr auf die Regierungim eigenen Land zu ziehen. Vornehmlich geht es um die Friedenssicherung. Doch offensichtlich lässt sich diese Land nicht die westliche Kultur und Friedenspolitik aufdrücken, so wie man es aus dem Westen gerne hätte. Ist es bereits als geschickter Schachzug anzusehen, einem orientalischen Land mit westlicher Kultur und Demokratie zu nötigen, nur um hinten herum die Ölfelder zu sichern? Dass sich ein solches Land wert, dürfte wohl klar sein, wenn man sich den umgekehrten Fall überlegt. Wir Europäer hätten gewiss auch keinen Gefallen daran, wenn orientalische „Friendenskämpfer“ uns zu Islam und Kopftuch zwingen würden.

Der Friedensversuch, dem orientalischen Afghanistan die westliche Demokratie aufzuzwingen ist wieder einmal gescheitert. Und die Taliban wehren sich (angeblich) mehr denn je zuvor. Welch glücklicher Umstand, dass der designierte Nachfolger von G.W.Bush, John McCain (Republikaner), in dieser Phase nichts dringender braucht als negative Kriegsbedingungen in den aktuellen Kriegsgebieten. Wie lassen sich sonst weitere Einsätze und die Aufstockung der Truppen rechtfertigen. Zudem kommt die Produktion von Kriegswaffen seit dem Irak-Krieg ins Stottern. Die Waffenlobby udn Rüstungsindustrie hat großes Interesse daran, dass endlich wieder mehr „Krieg gespielt“ wird.

Doch auch die deutsche Rüstungsindustrie sehnt sich nach höheren Absatzzahlen; vornweg Heckler & Koch sowie die Diehl Stiftung. Und selbst der deutschen Regierung kommt die Nachricht von neuen, aufkeimenden Kriegsherden im Nahen Osten entgegen. Der erweiterte Einsatz ihrer Afghanistan-Truppen muss ja auch irgendwie rechtfertigt werden (können). Schlußendlich geht es der deutschen Regierung auch nur um die Sicherung der Ölquellen.

Schon traurig, wenn man dem eigenen Volk wiederkehrend erzählt, vordergründig ginge es um Friedenssicherungen. In Wahrheit allerdings geht es nur um Milliarden von Dollar bzw. Euro – sowohl beim Öl als auch bei der Lieferung von Rüstungsgütern.

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