Herr Bsirske, sie fördern die Armut der Armen

Herr Bsirske ist ein harter Verhandlungspartner. Wenn er im Namen von Ver.di auftritt, zittern die anderen. Er hat die Gewalt, einen Streik auszurufen. Und wenn er Forderungen stellt, dann erstarren seine Verhandlungsgegner. Denn kommt es zum berüchtigten Streik bei den Gewerkschaftsmitgliedern, geht streckenweise nichts mehr. So zuletzt gesehen beim Streik der BVG. Doch Herr Bsirske macht mit den Forderungen der Allgemeinheit keinen Gefallen. Nein, es geht diesmal nicht darum, dass alle unter den Streiks leiden müssen. Wenn jemand aus berechtigten Grunde streikt, darf order sollte man auch etwas Solidarität zeigen.
Es geht mir vielmehr darum, dass die Forderungen nach höherer Bezahlung ganz besonders die armen Menschen trifft.Ein/e Angestellte/r im öffentlichen Dienst erhält ausreichend viel Geld. Dass auch diese Leute gern mehr im Portmonee haben möchten, ist mit klar. Doch wenn einer dieser Angestellten davon spricht, dass es vorne und hinten nicht mehr reicht, frage ich mich, wo z.B. 2000 Euro Brutto nicht ausreichen. Wer damit alleine eine vierköpfige Familien ernähren muss, dem reicht das Geld natürlich nicht. Doch diese Fälle dürften wohl die Ausnahme bilden.
Aber was passiert, wenn der Öffentliche Dienst demnächst 5 Prozent mehr Lohn bekommt? Die Kosten für die Kindergartenbetreuung werden steigen, die Ticktes für den Öffentlichen Nahverkehr werden teurer, Trinkwasser wird im Preis steigen und jegliche Inanspruchnahme öffentlicher Dienste wird das Portmonee mehr belasten. Nun, jene Gewerkschaftler, welche sich gerade eben 5 Prozent geangelt haben, werden dies sicherlich nicht spüren. Schließlich klagten sie ja zuvor, dass das Geld würde vorne und hinten nicht reichen würde. Auch Herr Bsirske wird von den gestiegenen Kosten kaum etwas mitbekommen.

Aber was ist mit der Familie, bei der niemand arbeiten geht? Und mit den Sozialhilfeempfängern, Kranken, Behinderten, Senioren? Denkt Herr Bsirske auch an diesen Personenkreis? Die 5 Prozent Lohnsteigerung heißen zwangsweise 5 Prozent mehr Kosten. Und die ersten Kommunen bzw. öffentlichen Dienstleister haben schon eine Erhöhung der Gebühren angekündigt.
Die Armen der Armen trifft es dabei am ersten. Aber Herr Bsirske ist ja auch kein Robin Hood. Er möchte „jetzt nen großen Schluck aus der Pulle“. Zu lange wurde zurück gesteckt. Jetzt sind auch mal die (eigentlich eh schon) Reichen dran. Jawohl Herr Bsirske. So kann man das Land auch spalten. Was die Politik auf unglückliche Weise schafft, gelingt ihm flugs mit der nächsten Streikandrohung. Die Schere zwischen Arm und Reich wird durch diese absurden Lohnforderungen nicht kleiner sondern nur noch größer. Aber soweit dachten Gewerkschaften ja noch nie. Erst kommen die eigenen Mitglieder, dann das Volk. Na dann, frohes Streiken.

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2 Antworten zu Herr Bsirske, sie fördern die Armut der Armen

  1. Markus 3. Juli 2008 um 08:18 #

    Wieso solltwn 5% Lohnerhöhung im TVöD zu 5% höheren Kosten? Das ist eine Milchmädchenrechnung.
    Aber im Prinzip ist es richtig. Die Ausgaben steigen, somit werden auch die Kosten steigen. Diese werden natürlich von den Steuerzahlern getragen.

    Und übrigends. Für die Arbeit die ich im öffentlichen Dienst verrichte, werde ich absolut unterbezahlt. Das ist ein Fakt.

  2. Anonymous 9. Dezember 2011 um 11:26 #

    Wer sich traut einen solchen Müll zu posten frißt auch kleine Kinder.
    Man hat wirklich nur selten gelegenheit so einen völlig absurden Stuss zu lesen. Wie kann man nur so tumb und dämlich sein? Deutschland hinkt mit der Lohnentwicklung weit hinter dem europäischen Durchschnitt hinterher.
    Mittels solchen dümmlichen Kommentaren wird Deutschland noch weitervon der europäischen Lohnentwicklung abgekoppelt.
    Schließlich wird es auch dem wenig klugen Autoren nicht mehr gelingen seine Bude zu heizen weil er erst viel zui spät verstanden hat, dass Öl nicht in Euro bezahlt wird.

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