Berlins Mietprobleme: Galerien unter Druck

Die B.Z. meldete am 6. April „Berliner Galerien unter Mietpreis-Druck“. Das nennt man mal Sorgen von Welt.

(c) www.bz-berlin.de

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Vielleicht ist es von mir etwas naiv gedacht. Eventuell haben die Kunstgalerien eine tiefere Funktion, welche sich mir noch nicht erschlossen hat. So wie ich die Arbeit von GaleristInnen verstehe, stellen sie Werke von KünstlerInnen aus und hoffen auf einen Verkauf derselben. Ich betrachte daher Galerien wie jedes andere Gewerbe, welches mit seinem Geschäft Geld verdient. Für Gewerberäume gibt es keinen erweiterten Mieterschutz und von mir auch kein Verständnis für möglichst geringe Mieten.

Kunstgalerien müssen nicht im eng bewohnten Innenstadtbereich liegen. Dafür gibt es keine Notwendigkeit. Wer sich für Kunst interessiert, kommt auch zur etwas weiter entfernten Galerie. Die Kunst ist keine Notwendigkeit wie die Gesundheit und damit notwendige Arztpraxen, welche möglichst nah beim Wohnviertel liegen sollten.

In meiner Gegend haben schon einige Galerien aufgemacht und früher oder später wieder zugemacht. Ein fluktuierendes Gewerbe sozusagen. Eines war bei allen Galerien auffällig: teilweise war tagelang kein Kunde zu sehen. Außer es gab Abends mal ein Happening mit Bier und Schnittchen. Dann füllte sich die ganze Straße mit „Interessierten“.

Der Einzelhandel wird verdrängt durch die großen Einkaufscenter. Und Kunstgalerien werden verdrängt durch ein Überangebot aus dem Internet. Wir haben auch nicht an jeder Ecke einen Baumarkt, und dennoch kommen die Handwerker weiterhin einfach an ihr Baumaterial.

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