2009 – ein Jahr für die Tonne

Das Jahr 2009 ist endlich rum. Und das ist auch gut so. Denn außer schlechten Nachrichten hat es uns kaum etwas gebracht.

Angefangen von der Schweinegrippe, einer neuen absoluten Staatsverschuldung bis hin zu einem riesigen Finanzcrash. Die Schweinegrippe war in meinen Augen eine groß angelegte „Marketingkampagne“ der Pharmaindustrie, welche uns in hysterischer Weise klar machen wollte, dass alle einem gefährlichen Grippevirus erleiden werden, welche sich nicht impfen lassen. Was ist passiert? Nichts. Der ganze Hype um den Schweinegrippevirus ist verflogen wie eine seichte Erkältungswelle. Die Länder haben auch bereits damit begonnen, ca. die Hälfte ihrer bestellten Impfdosen wieder ab zu bestellen. Weiter ging es mit einer nie da gewesenen Finanzkrise von gierigen Börsenmaklern. Riesige Summen an Geld wurden vernichtet bzw. haben schlichtweg den Empfänger gewechselt. Was ist daraus geworden? Die Finanzjongleure an den Börsen machen so weiter wie gehabt, streichen sich unverschämt hohe Boni ein und hinterlassen einen faden Beigeschmack im kapitalistischen Finanzsystem. Und dann wäre da noch die neue Rekordsumme bei der Staatsverschuldung. Um die Wirtschaftskrise zu bekämpfen, pumpt die Bundesregierung Unmengen Geld in Richtung Konzerne und Unternehmen, um sie vor der drohenden Insolvenz zu schützen. Besser würde es kein sozialistischer Staat schaffen.

Auch sonst gab es hier und da die absurdesten Maßnahmen und Nachrichten. Da wäre bspw. die Abwrackprämie. 5 Milliarden Euro wurden verpulvert, um unsere Autoindustrie zu retten. Dieses Strohfeuer war mehr als unbedacht. Denn vor der Krise ist nach der Krise. Die Autos welche in 2009 gekauft werden, werden in 2010 nicht benötigt. Also wird die Autoindustrie in 2010 die selben oder noch schlimmeren Probleme haben als im abgeschlossenen Jahr. Auch sonst hat sich unsere alte und auch neue Regierung im Jahr 2009 nicht mit Rum bekleckert. Milliarden Euro wurden zur Rettung der Landesbanken ausgegeben, die sich an den verschiedensten Stellen schlichtweg verspekuliert hatten. Die Konsequenzen sind äußerst müde. Die selben Vorstände sitzen noch heute auf ihren Stühlen und auch am System wurde bis dato nichts geändert.
Viele Unternehmen waren ebenfalls mit von der Partie im Spiel um Arbeitsplatzvernichtung und Geldvernichtung. Quelle gibt es nicht mehr so wie den ganzen Arcandor-Konzern. Ergebnis einer absolut falschen Unternehmensplanung. Opel kämpft weiterhin ums Überleben und hofft auf mehreren Fronten um die Rettung. Selbst mit dem Kurzarbeitergeld wurde Schindluder betrieben. Viele Betriebe haben das Geld von der Agentur für Arbeit mehr oder minder zweckentfremdet, weil sie vorgegaukelt haben, ihre Arbeiter würden wegen der schlechten Wirtschaftslage weniger arbeiten. In Wahrheit wurde indes gleichviel oder gar mehr gearbeitet; auf der anderen Seite hat man jedoch vom Staat das Kurzarbeitergeld kassiert.

Beim Klimagipfel in Kopenhagen wurde auch nichts Nennenswertes erreicht. Außer viel heißer Luft wurde dort nichts erzeugt. Die Jacksons haben mit dem Ableben von Michael Jackson zig Millionen Dollar eingenommen. Auch eine Art von Umsatzgenerierung. Nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden wurde wild um eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert. Zwar sind dieses Mal nicht die bösen(!?) Killerspiele daran schuld, aber am Waffenrecht will man trotzdem nicht rütteln. Die Vorratsdatenspeicherung wurde eingeführt, welche aber derzeit vom Bundesverfassungsgericht geprüft wird. Und Ursula von der Leyen brachte die Netzsperren ins Spiel. Vordergründig geht es um Kinderpornografie. Hintergründig ist es aber ein wunderbares Mittel für staatliche Zensur im Internet.

Es kann nur besser werden im Jahr 2010. Unsere Politiker wären bspw. gut beraten auch mal wieder Politik fürs Volk und nicht nur für das Wohl der Konzerne zu machen. Und die Konzerne wären gut beraten, mehr für ihre Mitarbeiter zu unternehmen. Aber dies sind nur vage Hoffnungen. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in ihrer Neujahrsansprache bereits von schwierigen Zeiten für Deutschland. Ob ihr dabei bewusst ist, dass vieles der schlechten Vergangenheit ihrer Regierungstätigkeit zurück zu führen ist?

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