Gewinnerin Conchita WurstGewinnerin Conchita Wurst: (c) LRT, Eurovision

ESC 2014: Wenn Diven gewinnen …

Bruce Darnell hat den Satz geprägt: „Drama Baby Drama!„. Mehr Drama ging beim Eurovision-Song-Contest 2014 nicht mehr. Eine Travestie-Diva gewinnt und bricht erwartungsgemäß in Tränen aus. Und obendrein trägt sie auch noch einen Vollbart. Absolut crazy.

Ich lag mit meiner Vermutung richtig, dass Conchita Wurst nicht nur ein großer Favorit beim diesjährigen ESC ist. Wie von mir voraus gesagt, ist das Land Österreich nun auch der diesjährige Gewinner. Mit 290 Punkten war das Endergebnis dann doch recht eindeutig. Obwohl es auf den vorderen Rängen dieses Mal verdammt eng her ging.

ESC 2014 Endergebnis

Alles in allem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Politisch und gesellschaftlich betrachtet hat der homosexuelle Travestiekünstler Conchita Wurst, alias Tom Neuwirth, verdient gewonnen. Den besten Song haben allerdings die Zweitplazierten Holländer abgeliefert: The Common Linnets mit „Calm After The Storm“ – eine Art Roadsong, wundervoll im Duett gesungen.

Ja mei, aber in Ösiland knall’n heut die Sektkorken. Nach 48 Jahren darf sich endlich mal wieder Österreich über den europäischen Gesangswettbewerb freuen. Und Kinders, die Zeit hat sich in den 48 Jahren gewaltig verändert. Damals hatte ein bieder wirkender Udo Jürgens gewonnen. Und im Jahre 2014 ist es eine Drag Queen mit falschem Bart. Der ESC setzt sich zum 60. Geburtstag (2015) ein ganz besonderes Zeichen auf die Toleranzfahne.

Was ich mich – abschließend – jedoch den ganzen Abend gefragt habe: War eigentlich allen Anrufern bewusst, dass sie ihre Stimme für einen Schwulen abgegeben haben? Wenn ja, dann ist Europa inklusive Oststaaten toleranter als ich gedacht hätte. Wenn nein, dann haben wohl viele den Unterschied zwischen Drag Queen und Drag King nicht verstanden.

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