AufkleberAufkleber: Oliver Heim

Alte Aufkleber: Slogans von damals

25 Jahre alte Aufkleber erzählen viel über die Welt von früher. Vieles hat sich in der Zwischenzeit geändert. Aus heutiger Sicht wirken die Slogans schräg, plump oder krass.

Auf einem Mülleimer habe ich eine kleine Retrospektive von alten Aufklebern gefunden. Die circa 25 Jahre alten Slogans zeigen eine Werbewelt, die aus heutiger Sicht leicht grotesk bis schockierend wirkt. Ende der 80’er Jahre hat man vieles (noch) ganz anders gesehen.

Sat.1 fühlte sich damals wegen der Sendung „ran“ noch als Sportsender. Heute denkt man eher an Gerichtsshows oder an billig produzierte Reallife-Dokus.

Die Junge Union der CDU warb mit dem hippen und innovativen Slogan „Touch the future“. Werbeplanern von heute würden Haare auf der Zunge wachsen, müssten sie einen englischen Werbespruch für eine konservative Partei drucken.

Eine Initiative der Fleischerinnungen oder der Bauernverbände warb für einen großen Fleischverzehr. Denn „Fleisch hat’s“. Eiweiß, Eisen und Vitamine. Alles was der Mensch für seine Ernährung so braucht. Cholesterin und Fleischskandale waren damals noch Fremdworte.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KHK) verband die Umwelt auf geradem Wege mit der Gesundheit. Drei Affen hören, sehen und sagen nichts. „Umweltschutz dient der Gesundheit.“ Heute sind es vermehrt die Wohlstandsprotestbürger, die gegen Großflughäfen, Bahnhöfe oder auch Windräder demonstrieren.

Beim Thema Alkohol war man Mitte der 80er noch auf einem anderen Kurs wie heute. „Schluck für Schluck kommt man sich näher“ – vom lebenden zum toten Zustand. Der Einfluss der Bier- und Alkoholindustrie war damals wohl noch nicht so ausgeprägt. Und beim generellen Thema Drogen setzte man auf die brutale Ansprache: „Gevatter Tod lässt grüßen – Drogen haben noch jeden betrogen.“

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