82 Prozent glotzten am Freitag Mainstream-TV

Die Einschaltquote ist ein medialer Schmarrn, an welche prinzipiell nur noch die TV-Sender glauben. Und die tun dies auch nur unfreiwillig, da die werbende Wirtschaft irgendwelche Zahlen sehen will. Also präsentiert man täglich die Einschaltquoten, ermittelt durch die GfK.

Letzten Freitag, Tag der Deutschen Einheit, schauten angeblich 82 Prozent der 14- bis 49-Jährigen einen der 5 Sender:

  • RTL, Mario Barth live aus dem Olympiastadion Berlin: 25,2 Prozent
  • ProSieben, Krieg der Sterne: 18,9 Prozent
  • Sat.1, Findet Nemo: 17,6 Prozent
  • ARD, Das Leben der Anderen: 13,3 Prozent
  • ZDF, Der Kommissar und das Meer: 7,3 Prozent

Der Rest aus der Gruppe der „jungen Zuschauer“ popelte eventuell beim Sehen des Musikantendampfers auf dem MDR in der Nase oder schlief beim Eurosport-Snooker-Turnier ein. Seih es drum. Wenn die Werbeindustrie sich daran erfreuen kann, soll man ihnen diese nichtssagenden Zahlen lassen.

Erschreckender ist da eine andere Tatsache. 3,05 Millionen TV-Zuschauer konnten sich für das Programm von RTL erwärmen. Über 3 Millionen Deutsche verfolgten die flachen Kalauer und unterirdischen Frauenwitze des Mario Barth. Über 3 Millionen interessieren sich lieber für einfache Kost und lachen über ihre eigene Simplizität. Da ist die geschönte Statistik der Einschaltquote lebensächlich.

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