Werbung von PayPal jetzt noch nervigerererer
vom 9. Mai 2010Wer eBay kennt, der kennt auch PayPal. Die eBay-eigene Bank ist maßgeblich beteiligt bei der Zahlungsabwicklung von eBay-Auktionen. Doch auch viele Online-Shops nutzen die Onlinebank. Ebenso beliebt ist der PayPal-Button auch bei Vereinen oder Software-Entwickler, welche über diesen Dienst zu kleinen Geldspenden aufrufen. Ohne PayPal kommt man nicht mehr aus – so scheint es zumindest. An diesem “Mitläufer”-Zwang verdient eBay recht gut. Innerhalb des letzten Jahres (03/2009 bis 02/2010) wurden 21,3 Milliarden US-Dollar über PayPayl abgewickelt. Ein Zuwachs von 35 Prozent innerhalb eines Jahres. Der Gewinn von PayPal erreichte im ersten Quartal 2010 die Summe von 809 Millionen US-Dollar. [Quelle: Softpedia]
Negative Berichte sind in Deutschland seltsamerweise relativ unpopulär. Anders verhält es sich hingegen in den USA. Dort gibt es diverse Websites, welche sich mit den Problemen und Machenschaften von PayPal beschäftigen: www.paypalsucks.com, oder www.paypalwarning.com. Große Konzerne haben darauf eine einfache Regel: lächeln und ignorieren. Dies macht man am besten mit positiver Werbung. Denn bei 809 Millionen Dollar Gewinn, sind auch ein paar Millionen Dollar für umfangreiche Werbemaßnahmen übrig.
Dieser Tage befindet sich der komplette U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin in der Hand von PayPal. Die U-Bahnsteige der Linien U2, U5 und U8, alle Treppen und Pfeiler und alle Verbindungswege sind komplett mit PayPal-Werbung zugepflastert. Dies ist das komplette Gegenteil von Guerilla Marketing. Dies ist Belästigung mit Werbeplakaten erster Güte.
Die ganze Marketingaktion ist nervigerererer als nervig. Ein Umsteigen auf dem Alexanderplatz wird zur Zeit zur Qual fürs Auge. So viel sicherererer kann PayPal gar nicht sein, dass man dies gleich auf geschätzten 1000 Plakaten zeigen müsste. In meinen Augen ist diese Werbeaktion total daneben. Denn wenn Werbung zum penetranten Überall-Eyecatcher wird, ist nicht unbedingt der gewünschte Effekt erreicht.
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