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	<title>Verbockt und Verbloggt</title>
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	<description>Pannen und Patzer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 22:44:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die verbockte Toiletten-Reinigung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 22:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Explosion]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Toilette]]></category>

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		<description><![CDATA[Emanzipierte Männer wollen ja gern im Haushalt mithelfen. Waschen, Bügeln, Reinigen. Die beiden Flachzangen im Video zeigen auf eindrucksvolle Art und Weise, dass sie dieser Aufgabe nicht ganz gewachsen sind. Oder anders gesagt: mit explosiver Man-Power bekommt man jede Toilette weg. Frau: &#8220;Was is&#8217;n da los?&#8221; Mann: &#8220;Schmackie und ich haben die Toilette gereinigt. .. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Emanzipierte Männer wollen ja gern im Haushalt mithelfen. Waschen, Bügeln, Reinigen. Die beiden Flachzangen im Video zeigen auf eindrucksvolle Art und Weise, dass sie dieser Aufgabe nicht ganz gewachsen sind. Oder anders gesagt: mit explosiver Man-Power bekommt man jede Toilette weg.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tMl6YVsybhk" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>Frau: &#8220;<em>Was is&#8217;n da los?</em>&#8221;<br />
Mann: &#8220;<em>Schmackie und ich haben die Toilette gereinigt. .. Die Rohre sind wieder frei.</em>&#8220;</p>
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		<title>Beim Fußball trifft sich die geballte Intelligenz</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 13:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Idiot]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern beim Bundesliga-Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Herta BSC kam es zu unschönen Szenen, um es mal vorsichtig zu formulieren. Pyrotechnik wurde aufs Spielfeld geschmissen, Rauchbomben gezündet, das Spiel wurde minutenlang unterbrochen und 2 Minuten vor Spielende stürmte gar der wilde Mob das Spielfeld. Nach dem Abpfiff gab es für die Fans dann gar kein Halten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern beim Bundesliga-Relegationsspiel <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/relegation-krawalle-ueberschatten-aufstieg-von-fortuna-duesseldorf-a-833427.html" target="_blank">zwischen Fortuna Düsseldorf und Herta BSC kam es zu unschönen Szenen</a>, um es mal vorsichtig zu formulieren. Pyrotechnik wurde aufs Spielfeld geschmissen, Rauchbomben gezündet, das Spiel wurde minutenlang unterbrochen und 2 Minuten vor Spielende stürmte gar der wilde Mob das Spielfeld. Nach dem Abpfiff gab es für die Fans dann gar kein Halten mehr. Vom Rasen bis hin zum Tor wurde alles &#8220;abgebaut&#8221; und mitgenommen, was man eben so tragen konnte. Gestern trafen sich in der Düsseldorfer <em>ESPRIT arena</em> die beiden alten Bekannten &#8220;Dummheit&#8221; und &#8220;Hass&#8221;.</p>
<p>Zur Verteidigung sei erwähnt: es sind nicht alle Fans so skrupellos und gehirnamputiert. Wenige gewaltbereite Idioten können ein ganzes Fest versauen. Doch so wenige Flachpfeifen wie angenommen, waren es beim gestrigen Spiel gar nicht. Begeisterung und Emotionen hin oder her. Da muss sich was ändern. Und da sich die Gesellschaft nicht verbiegen lässt, muss sich die Situation ändern. Es kann nicht sein, dass Fußballspiele von Schwachmaten regiert wird. Das Spiel ist dabei wohl pure Nebensache. Hauptsache es gibt einen Grund, kräftig die Sau raus zu lassen. Wenn es <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/relegations-hertha-rowdys-randalieren-im-sonderzug-a-833456.html" target="_blank">bei Randalen dann nicht einmal Festnahmen gibt</a>, ist doch mehr als klar, dass Hooligans und Rowdys sich schon jetzt auf die nächste Schlacht freuen können.</p>
<p>Wenn man mit dem Flugzeug von Berlin nach München fliegt, wird man wie ein theoretischer Terrorist behandelt. Penible Taschenkontrolle und Leibesvisitation gehören zum Flugalltag. Doch wenn 50.000 Menschen auf engstem Raum zusammen kommen und man eigentlich schon aus Erfahrung weiß, es könnte Krawalle geben, erhält dennoch jeder Vollpfosten ungehinderten Eintritt bei lapidaren Einlasskontrollen. Fußball ist geschichtlich einfach anders vorbelastet als beispielsweise Hallenhalma.</p>
<p>Ich verstehe auch nicht, wieso man eskalierende Fußballspiele nicht unattraktiv macht. Was spricht dagegen, ein Spiel abzubrechen? Sollen die wütenden Fans sich einmal richtig austoben und alles zu Kleinholz schlagen. Wenn sich jedoch erst einmal herum gesprochen hat, dass ein Spiel bei der kleinsten Gewaltorgie abgebrochen wird, werden auch die Randalierer ihre Lust verlieren. Man muss den Grund für die Krawalle bekämpfen.</p>
<p>Ich möchte gar nicht wissen, wie solche Fußball-Spackos privat sind. Wahrscheinlich sesselfurzende Möchtegern-Machos; die auch gern Kinder ficken, wenn &#8220;die Alte&#8221; mal wieder Migräne vortäuscht. <strong>Testosterongesteuerte Luftpumpen</strong> sind es allemal. Da kann man von der Polizei gern Hooligan-Datenbanken führen und vermehrt auf Kontrollen setzen. Solange es jedoch so einfach bleibt, im Stadion die Sau raus zu lassen, solange muss man mit diesen unschönen Nebeneffekten leben. Oder man beginnt beim Fußballbund umzudenken, in dem man dem Gewaltpotential die Attraktivität weg nimmt.</p>
<p>Die ganze Fußball-Industrie zeigt sich jedoch äußert träge und lernresistent. Ausschreitungen wie gestern in Düsseldorf sind keine neue Stufe der Gewalt. Auch in Leipzig und Dresden tobte schon öfters der Fußball-Mob. Aber was hätten wir gestern im Fernsehen für &#8220;tolle&#8221; Bilder verpasst, wenn das Spiel hinter verschlossenen Türen statt gefunden hätte.</p>
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		<title>Die politische Luftnummer vom Wachstum</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerentlastung]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Politiker reden dieser Tage wieder mit stark reduziertem Wortschatz: &#8220;Wir benötigen Wachstum, Wachstum, Wachstum.&#8221; Die Wirtschaft benötigt jederzeit Wachstum, die Löhne brauchen Wachstum und die Staatsausgaben eigentlich auch. Wir hängen unser aller Wohlergehen an das Wachstum. Wehe wenn das Wachstum mal in Stocken gerät und zur Stagnation oder schlimmstenfalls zur Regression führt. Der Vorhof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Politiker reden dieser Tage wieder mit stark reduziertem Wortschatz: &#8220;<em>Wir benötigen Wachstum, Wachstum, Wachstum.</em>&#8221; Die Wirtschaft benötigt jederzeit Wachstum, die Löhne brauchen Wachstum und die Staatsausgaben eigentlich auch. Wir hängen unser aller Wohlergehen an das Wachstum. Wehe wenn das Wachstum mal in Stocken gerät und zur Stagnation oder schlimmstenfalls zur Regression führt. Der Vorhof zur Hölle muss ähnlich unangenehm sein.</p>
<p>Noch vor knapp 6 Monaten hatte <a href="http://de.euronews.com/2011/10/28/merkel-ruft-jahre-der-schwaebischen-hausfrau-aus/" target="_blank">Angela Merkel die Jahre der &#8220;schwäbischen Hausfrau&#8221; ausgerufen</a>. Man müsse an einen Schuldenschnitt mit den europäischen Ländern denken. Und außerdem müssen man an das Sparen denken. Man kann nicht mehr ausgeben als man hat. Das klingt so einleuchtend wie logisch. Mit dem Sieg von Hollande (Sozialisten) kommt jedoch alles anders. Hollande kehrt sich ab vom strikten Sparkurs und möchte den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft mit Millionen von Euro befeuern. Wachstum!</p>
<p>Und was machen wir zwischenzeitlich in Deutschland? Wir lassen uns feuern, in dem wir die Krise(!?) gut überstanden haben. Die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosenzahl sinkt &#8211; zumindest rechnerisch. Da giert der deutsche Arbeitnehmer nach einer Lohnerhöhung. Schließlich möchte er am Profit teilhaben. Viele neue Lohnabschlüsse wurden dieses Jahr bereits gemacht und weitere Lohnsteigerungen werden noch folgen. Denn nur wer mehr Geld in der Tasche hat, kann auch mehr Geld ausgeben. Beziehungsweise wird sich der Arbeitnehmer gezwungen sehen, mehr Geld auszugeben. Zuletzt stiegen die Kosten der privaten Krankenversicherung im Schnitt um 10 Prozent. Auch die Energiekosten für Strom und Gas stiegen vor Kurzem ebenfalls um ca. 10 Prozent. Auch Benzin ist so teuer wie nie. Ist am Schluss ist die Lohnsteigerung also doch nur eine Luftnummer?</p>
<p><a href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE84906420120510" target="_blank">Wolfgang Schäuble verspricht Steuerentlastungen in Milliardenhöhe</a>, weil der Staat höhere Steuereinnahmen als geplant erhält. &#8220;<em>Es ist richtig dass wir die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression" target="_blank">kalte Progression</a> in der Lohn- und Einkommensteuer beseitigen.</em>&#8221; so seine Aussage. Welcher Arbeitnehmer nimmt dieses Geschenk nicht gern entgegen. Außerdem steht nächstes Jahr die Bundestagswahl an; da möchte man als regierende Partei vorher noch großzügig Geschenke verteilen. Eines ist jedoch seltsam: wenn der Staat mehr Steuern einnimmt, wieso steigt dann dennoch die Aufnahme von neuen Krediten? <strong>Die Staatsverschuldung schreitet exponentiell voran.</strong></p>
<p>Es ist die klassische Luftbuchung: linke Tasche, rechte Tasche. Am Ende steigen die Ausgaben, damit auch die Staatsverschuldung und der dumme Bürger freut(e) sich kurzzeitig über das zusätzliche Geld in seiner Tasche. Das Konzept der Steuerentlastung und der Lohnsteigerung ist so alt wie der Kapitalismus selbst. Dumm nur, dass dieses Konzept keine Veränderungen zulässt. Es beharrt auf traditionellen Mechanismen und wehrt sich strikt gegen neuen Ideen. Ganz nach dem Motto: was sich über Jahrzehnte bewährt hat, ist morgen nicht plötzlich schlecht. Na dann kann das Wachstum ja weiter gehen.</p>
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		<title>Berliner Stadtplanung im Tiefflug</title>
		<link>http://www.verbloggt.de/berliner-stadtplanung-im-tiefflug/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin ist eine Weltmetropole mit fast 3,6 Millionen Bewohnern. Eine riesige Verwaltung mit mehreren Tausend Mitarbeitern kümmert sich um jegliche städtische Angelegenheit: vom Kindergrippenplatz bis zur Fahrradspur auf dem Ku&#8217;damm. Doch in manchen Gebieten erlebt man eine geradezu ländliche Naivität und eine gefährliche Gelassenheit. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist hier besonders hervor zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin ist eine Weltmetropole mit fast 3,6 Millionen Bewohnern. Eine riesige Verwaltung mit mehreren Tausend Mitarbeitern kümmert sich um jegliche städtische Angelegenheit: vom Kindergrippenplatz bis zur Fahrradspur auf dem Ku&#8217;damm. Doch in manchen Gebieten erlebt man eine geradezu ländliche Naivität und eine gefährliche Gelassenheit. Die <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/index.shtml" target="_blank">Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt</a> ist hier besonders hervor zu heben. Viele wichtige Projekte werden entweder stoisch ausgesessen oder völlig unausgewogen geplant.</p>
<h3>Flughafen BER</h3>
<p>In weniger als 30 Tagen eröffnet der neue <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg" target="_blank">Flughafen Berlin Brandenburg</a> (IATA-Code: BER). Am 3. Juni 2012 wird offiziell die erste Maschine abheben. Millionen von Flugreisende werden vom neuen Airport &#8220;Willy Brandt&#8221; profitieren, denn er löst zwei in die Jahre gekommene City-Airports ab. Tegel leidet schon seit Jahren an Platzproblemen. Auf dem Rollfeld drängt es sich ebenso wie in den Abfertigungshallen. In Schönefeld kann man den Ostcharme noch förmlich riechen oder sich wundern, wieso man in einer einfachen, provisorischen Blechhütte abgefertigt wird.</p>
<p>Einen Flughafen zu planen, zu bauen und zu betreiben ist das eine. Die Nöten und Sorgen der Bevölkerung im Dialog zu behandeln ist das andere. Schon seit der Planungsphase ist klar, dass rings um die Ortsteile Schönefeld und Blankenfelde-Mahlow der Fluglärm zunehmend wird. Da macht es keinen großen Unterschied, ob ein Flugzeug gleich nach dem Start nach links oder rechts abdreht. Wer in der Einflugschneise wohnt, dem donnern jetzt oder später die Düsenjets über das Grundstück. Die Politik verweist gern auf die ökologische Gesamtbilanz: mehr als 200.000 Menschen rings um Tegel werden entlastet und nur ca. 50.000 um Schönefeld neu belastet. Es ist klar, dass die Flughafengegner nicht aus Tegel stammen.<br />
Der Streit um Nachtflugverbot, Flugrouten und Fluglärm ist kaum mehr zu durchschauen. Wer hat recht, wer versucht Profit daraus zu schlagen und wer mimt eventuell den Ahnungslosen? Die Betreibergesellschaft und die Stadtverwaltung haben die Angelegenheit unnötig eskalieren lassen. Selbst das Bundesverfassungsgericht wurde angerufen, in der Streitfrage zu klären. Da die Entscheidung pro Flughafen ausgefallen ist, versuchen es die Gegner mit (weiteren) Demonstrationen. Beides ist relativ sinnfrei.</p>
<p>Fest steht, dass der Flughafenbetreiber, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg_GmbH" target="_blank">Flughafen Berlin Brandenburg GmbH</a> (Stadt Berlin und Land Brandenburg), viel zu lange gewartet haben mit dem Schallschutz. Und erst vor wenigen Wochen hat man das Maßnahmenprogramm erweitert und finanziell aufgestockt. Man versucht wohl die Anwohner damit milde zu stimmen. Demonstrationen gab es schließlich schon viele.</p>
<h3>Flughafen Tegel</h3>
<p>Wenn am 3. Juni der Flugbetrieb am neuen BER aufgenommen wird, endet schlagartig der komplette Betrieb am alten Flughafen Tegel. Von der Service-Fachkraft bis zum Fluggast werden alle dann nur noch Richtung Schönefeld fahren. Dies bedeutet, dass das alte Gebäude von heute auf morgen leer stehen wird. Der größte Teil der Ausstattung und der komplette Fuhrpark ziehen in der Nacht zum 3. Juni nach Schönefeld um. Wer nach diesem Tag dann noch in Tegel beschäftigt ist, kümmert sich nur noch ums Aufräumen.</p>
<p>Auch für die umliegenden Geschäfte, Kioske und Imbissbuden endet am 2. Juni eine wichtige Einnahmequelle. Zehntausende Angestellte kaufen sich dann die belegte Stulle woanders und umliegende Hotels werden massenweise freie Zimmer melden. Alle Anwohner aus dem Raum Tegel werden allerdings am 3. Juni aufatmen und eventuell leicht irritiert nach oben schauen. Die Flugzeuge werden fehlen.</p>
<p>Viel entscheidender ist jedoch die Frage der Nachnutzung. Wie geht es mit dem stillgelegten Flughafen weiter? Was macht man mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tegel" target="_blank">Gelände mit 4,6 Millionen Quadratmeter</a>? Platz ist reichlich vorhanden. Denkbar ist vieles: von der Firmenzentrale, über Messestandort bis hin zu einer Hochschule. Stadtentwicklungssenatorin <em>Ingeborg Junge- Reyer</em>  bevorzugt hingegen einen &#8220;<em><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachnutzung-flughafen-tegel-eine-startbahn-fuer-gruene-industrie/3712032.html" target="_blank">Forschungs- und Industriepark für Zukunftstechnologien</a></em>&#8220;. Das Flughafen-Gelände könne das &#8220;<em>industrielle Fundament</em>&#8221; der Stadt werden. Betrachtet man die Aussage nüchtern, würde ich sie folgendermaßen kommentieren: <em>Wir haben keine Ahnung, aber wir halten schon einmal blumige Reden</em>.</p>
<p>Realistischer ist hingegen der Flughafen-Architekt <em>von Gerkan</em>. Er meint, dass die Stadtverwaltung schnell handeln müsse, damit das Gebäude nicht zu lange leer steht. Die Graffitisprayer werden nicht lange warten. Damit das Gebäude nicht dem Vandalismus zum Opfer fällt, ist ein teurer Wachschutz nötig. Doch was macht man mit dem riesigen Gelände? Noch hält der Zaun unerwünschte Eindringlinge ab.</p>
<p>Die Zukunft von Tegel kostet Geld. Dies steht außer Diskussion. Doch die Nachnutzung wird für die Stadt nicht günstiger, je länger man wartet. Es wird gar schon gemunkelt, dass ein Verfall des Gebäudes allen recht praktisch kommen würde. So könnte man den unschönen &#8220;Betonbunker&#8221; in der markanten Sechseckform endlich abreißen und etwas Neues hinstellen.</p>
<h3>Flughafen Tempelhof &#8211; Zentralbibliothek</h3>
<p>Noch ein Flughafen und ein riesiges Gelände, welches einen &#8220;Nachmieter&#8221; sucht. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Tempelhof" target="_blank">Seit dem 30. Oktober 2008 hebt dort kein Flugzeug mehr ab.</a> Der Flugbetrieb ist eingestellt. Doch was macht man mit einem Gelände mit 3,8 Millionen Quadratmeter in bester City-Lage? In Berlin jedenfalls macht man einen übergroßen Park daraus. Viel Veränderungen sich dazu nicht nötig. Hier ein zusätzlicher Zaun für einen Hundeauslauf, dort ein paar Blanken für Grillstationen, Striche auf die ehemalige Start- und Landebahn gemalt und ein paar Sportgeräte aufgestellt.  Im Jahr 2017 soll auf dem Gelände die <em>Internationale Gartenschau</em> (IGA) stattfinden. Für 2020 ist die <em>Internationale Bauausstellung</em> (IBA) geplant. Bis dahin bleibt es eine übergroße Wiese.</p>
<p>Im denkmalgeschützten Gebäude fanden zwischenzeitlich die  Modemesse <em>Bread &amp; Butter</em> und die Jugendmesse <em>YOU</em> statt. Übrigens: das bogenförmige Gebäudes hat eine Gesamtlänge von ca 1,2 Kilometer und ist somit eines der längsten Gebäude Europas.<br />
Ein Investor wollte das Gebäude zur Luxusklinik mit Flughafenanbindung ausbauen. Wieder andere wollten ein überdimensionales Museum daraus machen. Die CDU- und SPD-Kombo schmiedete allerdings andere Pläne. <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1796923/Berlin-baut-Landesbibliothek-auf-Tempelhofer-Feld.html" target="_blank">Für geschätzte 200 Millionen Euro möchte man das Gebäude zur Landesbibliothek ausbauen</a>. Weil Bildung wichtig ist und der Ausbau der zwei größten Standorte scheinbar teurer kommen würde. Dass sich mit der Landesbibliothek  ein alternder Oberbürgermeister ein Denkmal setzen möchte, ist reine Spekulation.</p>
<h3>Stadtschloss &#8211; Humboldtforum</h3>
<p>Manche Dinge sind so überflüssig wie ein Kropf. Dennoch werden sie realisiert. Weil man über die Jahre ein paar Euro zusammenfegen konnte, weil ein paar wenige &#8220;Hochadel&#8221;-Berliner es so wollen und weil man ja irgendwie das heimische Bauhandwerk am Leben erhalten muss. Spöttisch könnte man es Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nennen. In Wahrheit ist es ein <strong>600 Millionen Euro</strong> teurer Neubau des ehemaligen Stadtschlosses. Man versucht sich an der Rekonstruktion des alten Schlosses. Allerdings nicht 1:1, da dies finanziell undenkbar wäre. Also beschränkt man sich beim Nachbau auf eine originalgetreue Fassade. Bis auf die Rückseite. Diese wird als Betonwand geplant. Wegen der Kosten.</p>
<p>Der Platz (auf der Museumsinsel) um den es sich dreht, wurde bereits 1443 das erste Mal bebaut. Mit einer Burg. Über die Jahre wurde diese mehrmals umgebaut und erweitert. Im Jahre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtschloß_Berlin#Baugeschichte" target="_blank">1699 entstand der Umbau zum heute noch bekannten Schlüterhof</a>. 1845 bis 1853 kam noch die markante Kuppel hinzu.<br />
Mit der Teilung Deutschlands und Berlins stand das Schloss auf dem Gebiet der DDR.  Da das Schloss im Zweiten Weltkrieg jedoch schwer beschädigt wurde, entschloss das Zentralkomitee der SED die Sprengung und den Abriss. An selbiger Stelle entstand von 1973 bis 1976 der Palast der Republik, welcher ebenfalls 2006 abgerissen wurde.</p>
<p>Da Berlin wiedervereinigt ist und eben am historischen Platz mal das Berliner Stadtschloss stand, haben sich einige Politiker und Bürger gedacht, dass dort wieder das alte Schloss entstehen muss. Da es keinen Kaiser und keinen König mehr gibt, welcher im historischen Nachbau wohnen könnte, plant man ein Kultur- und Kommunikationszentrum. Man hätte allerdings auch einen überdachten Parkplatz planen können.<br />
Da es finanziell vorne und hinten klemmt, wird es primär ein Zweckbau mit viel Beton. Drei der äußeren Fassadenwände versucht man historisch nachzubilden. Und über die Kuppel wird erst im Jahre 2016 entschieden. Bis dahin finden sich sicherlich noch ein paar Millionen, damit die Kuppel auch noch gebaut werden kann.</p>
<p>Der Berliner fragt sich zurecht, wozu es diesen teuren Klotz in der Innenstadt braucht. Museen gibt es bereits genügend. Kommunikationszentren ebenso. Da das Schloss bis dato niemand ernsthaft vermisst hat, könnte man eigentlich komplett darauf verzichten. Zu Teilen war es eine reine Machtentscheidung von <em>Klaus Wowereit</em> und seiner SDP-Kombo. Auch heutige Landesfürsten setzen sich gern ein Wahrzeichen.</p>
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		<title>Erektion auf dem Mottorad: Biker verklagt BMW</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 17:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BMW]]></category>
		<category><![CDATA[Klage]]></category>
		<category><![CDATA[Motorrad]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In Kalifornien sorgt derzeit ein besonderes skurriler Fall für Aufmerksamkeit. Dort hat der leidenschaftliche Biker Henry Wolf den Automobilkonzern BMW North America und den Sitzhersteller Corbin-Pacific verklagt, weil &#8230; er beim Fahren auf seinem BWM-Motorrad eine Dauererektion bekommen hat. Der medizinische Fachbegriff lautet Priapismus und beschreibt eine schmerzhafte Dauererektion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In Kalifornien sorgt derzeit ein besonderes skurriler Fall für Aufmerksamkeit. Dort hat der leidenschaftliche Biker <em>Henry Wolf</em> den Automobilkonzern <a href="http://www.bmwusa.com/" target="_blank">BMW North America</a> und den Sitzhersteller <a href="http://www.corbin.com/" target="_blank">Corbin-Pacific </a>verklagt, weil &#8230; <a href="http://www.courthousenews.com/2012/04/27/46030.htm" target="_blank">er beim Fahren auf seinem BWM-Motorrad eine Dauererektion bekommen hat</a>. Der medizinische Fachbegriff lautet Priapismus und beschreibt eine schmerzhafte Dauererektion des Penis.</p>
<p>Ein Dauerständer ist anfangs noch recht lustig, entwickelt sich allerdings rechts schnell zu einer schmerzvollen Angelegenheit. Doch wie bekommt man auf dem Motorrad überhaupt eine Dauererektion? Männer werden an dieser Stelle leise nicken; schließlich sorgt die Beschleunigung und der Druck auf die Weichteile automatisch für eine gewisse Geilheit in der Leistengegend. Doch diese verfliegt meist recht schnell wieder von selbst, sobald der Motor abgestellt ist.</p>
<p>Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten können sich Dinge auch anders entwickeln. Im Mai 2010 sitzt Henry Wolf auf seinem 19 Jahre alten BMW-Motorrad. Der Sitz stammt von Corbin-Pacific und hat den klingenden Namen &#8220;<a href="http://www.foxnews.com/leisure/2012/05/01/california-man-claims-bmw-motorcycle-gave-him-long-lasting-erection/" target="_blank">Bergrücken</a>&#8220;. Auf der zweistündigen Fahrt passiert das verheerende Unglück: Herr Wolf steigt mit einem Ständer ab. Nicht zu verwechseln mit <em>dem</em> Ständer des Motorrades. Nach der Fahrt auf dem &#8220;Bergrücken&#8221; hat Herr Wolf also eine Erektion &#8211; und damit auch die Schmerzen.</p>
<p>Knapp zwei Jahre plagt er sich mit dem Priapismus und den peinlichen Momenten. In dieser Zeit muss er seine Kleidung entsprechend ändern lassen und hat Probleme, aufs Klo zu gehen. Doch so plötzlich wie der Priapismus kam, geht er nach zwei Jahren auch wieder. Nun klagt er vor Gericht für die verlorenen und kostenintensiven zwei Jahre. Sein Sexualleben sei komplett zum Erliegen gekommen. Viele Arztrechnungen sind zu zahlen und Verdienstausfälle habe er hinnehmen müssen. Oben drauf kommt das emotionale Leid und der allgemeine Schaden.</p>
<p><a href="http://www.courthousenews.com/2012/04/27/Priapus.pdf" target="_blank">In der Anklageschrift (PDF, Seite 1) ist vermerkt</a>, dass die Schadenssumme mindestens 25.000 US-Dollar beträgt und nach oben nicht begrenzt ist.  Laut Anwalt soll der Sitz angeblich falsch konstruiert sein. Die Form führe angeblich und unweigerlich zu einer Erektion. Dem begegnet BMW in einem offiziellen Statement und betont, dass er &#8220;Bergrücken&#8221; von Corbin-Pacific nicht der Originalsitz zu diesem Motorrad sei. Der (Vor)-Besitzer hat selbständig den Sitz gegen ein anderes Modell getauscht.</p>
<p>Auch der<a href="http://www.bmwblog.com/2012/05/02/editorial-henry-wolf-vs-bmw-north-america/" target="_blank"> amerikanische Blog von BMW</a> beschäftigt sich mit dem Thema und stellt die Frage, wieso man stundenlang auf dem Motorrad weiter fährt, obwohl man Schmerzen verspürt. Nun, zumindest dies kann ich leicht beantworten. Anfangs wird das geile Gefühl in der Leistengegend noch als nett empfunden. Wer sich allerdings in einen erektilen Rausch fährt, darf sich über die schmerzhaften Folgen nicht wundern.</p>
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